Schloss Moritzburg in Sachsen

Schloss Moritzburg – das schönste Wasserschloss in Sachsen

Das Jagdschloss Moritzburg

schloss-moritzburg-in-sachsenEs ist ein wunderschöner und faszinierender Anblick. Der See liegt völlig ruhig und scheint wie ein großer Spiegel die Reflektionen des abendlichen Lichts einzufangen.

Das Wasser umschließt die Schlossanlage und gibt ihr einen Hauch von Romantik, aber auch eine Andeutung von Schutz.

Wie ein riesiges Gemälde liegt Schloss Moritzburg mit seinen 4 Türmen vor dem Betrachter. Das Spiegelbild dieses nicht umsonst als schönstes Wasserschloss von Sachsen bezeichnete Jagdschloss gibt dem ganzen Bild einen noch romantischeres Flair. Der See umschließt die Schlossanlage.

Ein kleiner Rundgang durch das Schloss

Das Moritzburger Federzimmer

Nach über 30 Jahren Restauration und  Verschluss kann seit 2003 ein Zimmer auf Schloss Moritzburg wieder besichtigt werden, das wirklich einmal ist. Das Federzimmer. Ursprünglich im Japanischen Palais in Dresden befindlich wurde es 1830 nach Moritzburg verlegt.

Man ist vom Anblick wahrlich verzaubert und auf den ersten Blick wirken Bett und Wandbehänge wie ein riesiges Ensemble von Seidenstickereien. Der zweite Blick offenbart allerdings, dass es sich bei dem Kunstwerk um ein filigranes Handwerksstück aus vielen Hunderttausenden von Federn handelt. Erschaffen von dem Franzosen Le Normand warf der Kurfürst von Sachsen sehr schnell seinen Blick darauf und erwarb es.

1972 begann die umfangreiche und Jahrzehnte dauernde Restauration der Fläche von etwa 40 Quadratmetern mit einer Menge von einer Million Federn. Seit 2003 kann man es wieder hinter einer schützenden Glaswand bewundern.

Die Ledertapeten

Freunde von barocken Ledertapeten kommen bei dem Besuch von Moritzburg voll auf ihre Kosten. Es gibt weltweit keine größere Ausstellung und Sammlung an Ledertapeten aus dieser Epoche. Wie auch bei den anderen im Schloss befindlichen Kunstwerken zeigen auch die Tapeten hauptsächlich Motive aus der antiken Mythologie und der Jagd. Die Häute wurden bemalt und vergoldet und bilden einen kaum durch Papiertapeten nachstellbaren Stil.  Über ein Dutzend Räume sind im Schloss Moritzburg mit Ledertapeten ausgestattet. Ursprünglich sollen es einmal mehr als 60 der etwa 200 Räume gewesen sein.

Das historische Porzellanquartier

Für viele Besucher des Jagschlosses in Moritzburg ist das historische Porzellanquartier sicher ein Hauptgrund für die Reise in das sächsische Schloss. Seit 2009 kann man die vier Ausstellungsräume mit der Sammlung meisterlicher Stücke aus Porzellan bewundern.

Ursprünglich dienten diese Räume wirklich als Quartier, also als Unterkünfte für die Gäste des Adels und ihrer Bediensteten. In den Räumen, in denen sich heute das Porzellan-Quartier befindet, soll einst die Garderobe König Augusts III. untergebracht gewesen sein.

Die in diesen Zimmern zu besichtigenden Stücke sind fast ausnahmslos Originalwerke aus dem 18. Jahrhundert, die in vielen Varianten Szenen und Figuren der Jagd, der Tierwelt und barockes Mobiliar zeigen.

Die Jagdtrophäensammlung

Es ist nicht anders zu erwarten. Auf einem Jagdschloss, das mehrere Jahrhunderte als Residenz von jagd- und feierfreudigen Fürsten und Königen diente, gibt es natürlich eine unüberschaubare Anzahl an Jagdtrophäen. Wahrscheinlich wird man in Sachsen kaum eine vergleichbare Sammlung solcher Stücke finden.

Zu den Highlights der Sammlung gehört das stattliche Geweih eines mittlerweile ausgestorbenen Riesenhirsches und das von allen ambitionierten Jägern bewunderte 66-Ender-Geweih.

Das Fasanenschlösschen

fasanenschloesschen-in-moritzburg-bei-dresdenKurfürsten Friedrich August III., ein Enkel von August dem Starken, lässt in den Jahren 1770 bis 1776 das Fasanenschlösschen am Bärnsdorfer Großteich erbauen. Es dient ihm als Residenz und gibt in seiner zierlichen und romantischen Verspieltheit einen Kontrast zum imposanten Jagdschloss Moritzburg. Das romantische Rokokoschloss, das einen gewissen chinesischen Stil nicht leugnen wird,  kann nicht nur mit schönen Verzierungen und Skulpturen aufwarten, es hat sogar einen eigenen kleinen Hafen am See. Um auch noch ein Stück Gefühl von Ozean und Meer in das Herz von Sachsen zu bringen besitzt der kleine Hafen sogar einen Leuchtturm.

Sehr interessante Sandsteinskulpturen der Mythologie zieren das direkte Umfeld vom Fasanenschlösschen, wobei die Skulptur der Jagdgöttin Diana sicher zu den interessantesten Figuren zählt.

Seit einigen Jahren kann man auch wieder mit vollem Stolz den Namen Fasanenschlösschen nennen. Einerseits ist das Rokokoschloss in den Jahren vor 2007 vollständig restauriert worden und andererseits gibt es nun auch wieder zahlreiche Fasane in der Umgebung des Gebäudes, welches den Wildvögeln einst den Namen zu verdanken hatte.

Der Leuchtturm am Bärnsdorfer Großteich

Wenn man das Fasanenschlösschen zum ersten Mal besucht und dann plötzlich vor dem winzigen Hafen mit dem Leuchtturm steht dann drängt sich schnell eine Frage auf: Wozu brauchte man eine Mole mit einem Leuchtturm an so einem winzigen See?

Die Frage lässt sich sehr einfach beantworten: Nur zu Spaß und Unterhaltung.

Die 1775 errichteten Dardanellen, die Mole und der Leuchtturm wurden wahrlich nur zum Vergnügen erbaut und bildeten eine Naturbühne der besonderen Art.

Im 18. Jahrhundert, der Zeit der Errichtung von Mole und Leuchtturm, genoss man hier die Inszenierung von Schauspielen und Theaterstücken, bei denen Wasser und Meer eine gewisse Rolle spielten.

Die fürstliche Gesellschaft beobachtete hier kleine Seeschlachten, bei denen sich eigens gestaltete und erbaute Fregatten bekämpften. Dazu gehörten auch Feuerwerk und schießende Kanonen.

Die Fregatten und Gondeln dienten auch zu kleinen Rundfahrten der Gesellschaft auf dem Moritzburger Teich.

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