Archiv der Kategorie: Herbst

Schloss Güldengossa in Herbstfarben

Das spätbarocke Schloss Güldengossa

Ein herbstlich geschmücktes Juwel im Süden von Leipzig

Schloss Güldengossa in HerbstfarbenDie Parkplätze an der schmalen Straße am Schloss sind weitgehend belegt. Es ist einfach ein zu schöner Herbsttag, um nicht die Chance auf einen Spaziergang durch den weiten Schlosspark im Sonnenschein zu nutzen.

Schloss Güldengossa, eines der schönsten Schlösser in Sachsen, hat sich in ein buntes Kleid des wohl berühmtesten Modeschöpfers mit Namen Herbst begeben.

Farbige Blätter mit dem Glanz des Goldes eines wunderbaren Herbsttages wirbeln sacht im sanften Herbstwind, dem wohl in diesem Jahr noch ein wenig die Puste fehlt. Spät im Oktober herrschen Temperaturen von fast 20 °C und weiße zarte Wolken hängen am sommerlich blauen Himmel.

Was kann man sich als Schlossbesucher mehr wünschen.


Das Schloss Güldengossa in wechselhafter Geschichte

Mehr als 700 Jahre liegen auf den Schultern des Gebäudes, das einst ein sehenswertes Rittergut und spätbarockes Herrenhaus war. Es ist aber noch gar nicht so lange her, da schien der Zahn der Zeit die Oberhand über Pflege und Tradition zu gewinnen.

Vor zwei Jahrzehnten hätte man sich diesen Anblick eines bezaubernden Schlosses im Herbstkleid kaum vorstellen können. Damals sah das Herrenhaus eher wie eine Ruine aus, die kaum noch den Anblick vergangener und besserer Tage ausstrahlte. Man schwankte zwischen Abriss und langsamen Verfall. Wie aber so oft im Leben kam es dann anders. Ein neuer Eigentümer krempelte Ärmel und Geldbörse um. Das Ergebnis konnte sich schon nach wenigen Jahren sehen lassen.

Seeterrasse und Orangerie

Auch an schönen Herbsttagen steht einem Kaffee oder Tee auf der Seeterrasse des Schlosses nichts im Weg. Auch wenn der See eher ein etwas größerer Teich ist so kann man doch bei dem Anblick von der Terrasse aus von purer Schlossromantik reden. Die angrenzende Orangerie ist lichtdurchflutet und bildet einen wunderbaren Rahmen für Veranstaltungen und Festlichkeiten verschiedener Art. Hier haben auch schon zahlreiche Paare die Stunden nach ihrem Ja-Wort ausgelassen oder gemütlich gefeiert.

Ein Schlosspark wie aus dem Bilderbuch

Auf beiden Seiten des Schlosses kann man den romantischen Schlosspark für einen gemütlichen Spaziergang nutzen. Zu allen Jahreszeiten kann man hier Farbtupfer auf den Wiesen und den Bäumen entdecken, aber der Herbst gestaltet und bietet wohl einen der schönsten Blicke auf diese Parkanlage. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch die kleinen Wege am Rande der Hauptpromenade zu erkunden und auf die vielen Motive von der barocken Skulptur bis zu den Schwänen auf den beiden Teichen zu achten. Wie schon erwähnt – es bietet sich pure Schlossromantik für alle Liebhaber von Natur und historischen Gebäuden.

Goldener Herbst und das Edelmetall

Auf Schloss Güldengossa hat der Begriff des goldenen Herbstes fast eine Zweideutigkeit. Das Schloss ist das Stammhaus der Geiger Edelmetalle und hier kann man sich an bestimmten Tagen nicht nur zu Gold und Silber im historischen Ambiente beraten lassen.

Das Leipziger Neuseenland

Einst durch den Abbau von Braunkohle geprägt und eher einer Mondlandschaft gleichend hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten mit Hilfe von Menschenhand  im Süden von Leipzig eine Landschaft entwickelt, die riesigen Erholungswert hat. Der kleine Ort Güldengossa liegt am Rande dieses neu entstandenen Seengebietes und gehört mittlerweile zu den begehrten Wohn- und Ausflugsgebieten in Leipziger Umgebung.

Oberlausitzer Oktoberfest 2014

17. Oberlausitzer Oktoberfest vom 25.9. – 5.10.2014

Das Größte Oktoberfest in Sachsen

Oktoberfest 2014 im sächsischen Kemnitz
(c)Kzenon – Fotolia

Zum 17. Mal findet das über die Landesgrenzen hinaus bekannte Großereignis im beheizten Festzelt von Kemnitz statt. Das Oberlausitzer Oktoberfest hat sich nicht nur zum Größten Oktoberfest in Sachsen entwickelt, sondern gilt sogar mittlerweile nach dem weltbekannten Event in München  als zweite erfolgreichste Oktoberfest in Deutschland.

Immerhin kann das Oberlausitzer Oktoberfest auf bis zu 30000 Besucher verweisen.

Schaut man zu den Ursprüngen dieser Veranstaltung vor 17 Jahren , als zum ersten Mal das Oktoberfest in Sachsen durchgeführt wurde, so hat man damals gerade mal eine Zuschauerzahl um die 300 Besucher gehabt.

In den letzten Jahren sind die Zahlen fast explodiert und nun gibt es mindestens vier Konzerte in jedem Jahr. Dazu gesellen sich neben Schaustellergeschäften noch Veranstaltungen wie der Bauernmarkt, ein Familientag und vieles mehr

Kemnitz in der sächsischen Oberlausitz freut sich wieder auf zahlreiche Gäste.

Das Programm des Okoberfestes in Kemnitz

Das Programm kann sich in diesem Jahr wieder mehr als sehen lassen. Stimmungsmusiker und Interpreten der Spitzenklasse treten auf den Bühnen des Oktoberfestes in Kemnitz auf. Neben dem besonders in Sachsen sehr beliebten Roland Kaiser werden unter anderem Matthias Reim und Santiano Scharen von Besuchern anlocken.

Das komplette und aktuelle Programm findet man auf der offiziellen Website des 17. Oberlausitzer Oktoberfestes .

Kemnitz in der Oberlausitz

Gastgeber des Oberlausitzer Oktoberfestes ist der Ort Kemnitz. Wichtig ist wirklich: der Ort mit „K“ ist gemeint.

Kemnitz ist heute ein Ortsteil von Bernstadt a.d.Eigen, wurde ca. 1276 gegründet und hat einige wenige Sehenswürdigkeiten wie der Kemnitzer Kirche vorzuweisen. Das Oktoberfest hat den kleinen Ort Kemnitz zu einem fast nicht erwarteten Bekanntheitsgrad geführt. In den Tagen um den 1. Oktober herum pilgern mittlerweile über 30.000 Gäste aus Sachsen, Deutschland und weit darüber hinaus auf die Wiesn von Kemnitz.

17. Sächsisches Landeserntedankfest

Landeserntedankfest in Zwönitz17. Sächsisches Landeserntedankfest in Zwönitz

Unter dem Leitfaden „Alter Brauch und große Vielfalt“ feiert die Stadt Zwönitz im Erzgebirge mit ihren Besuchern und Gästen aus dem In- und Ausland vom 26. bis 28. September 2014 das 17. Sächsische Landeserntedankfest und den 22. Obererzgebirgischen Pferdetag.

Prominente Gäste und Besucher

Wie in jedem Jahr werden auch wieder zahlreiche prominente Besucher aus Politik, Wirtschaft und Kultur erwartet. Offiziell angekündigt sind auf jeden Fall schon einmal namhafte Persönlichkeiten aus dem politischen Lebens Sachsens wie wie Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages und Frank Kupfer, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft.

Ob Königinnen und Prinzessinnen des europäischen Adels erscheinen ist nicht überliefert, aber dafür kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sächsische Erntekönigin, die Sächsische Milchkönigin und die Sächsische Ernteprinzessin.

Veranstalter des Sächsischen Landeserntedankfestes

Gastgeber des 17. Sächsischen Landeserntedankfestes ist die Stadt Zwönitz im Erzgebirgskreis. Die Stadtväter bekamen während der Vorbereitungsphase breite Unterstützung durch das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. und zahlreiche Verbände, Organisationen, der Kirche, Schulen und natürlich vielen Bürgern des Ortes und seiner Umgebung.

Der diesjährige Schirmherr des Landeserntedankfestes 2014 ist Frank Kupfer, der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft.

Dank für die Ernte durch die Krone

Es ist eine uralte Tradition, dass in vielen Bauernhöfen und in den Dörfern eine Erntekrone aus Ähren zu binden, die dann  während der Feierlichkeiten  auf dem Dorfplatz oder in der Kirche aufgestellt wird.

Diese Erntekrone war aus gutem Grund wie ein Kranz, da diese Form ohne erkennbarem Anfang und Ende als Zeichen der Ewigkeit gilt.

Es ist nur zu gut nachvollziehbar, dass die Menschen über die vielen Jahrhunderte hinweg für jede gute Ernte dankbar waren. Immerhin steckte viele Arbeit und auch Herzblut in jedem ausgebrachten Samen und jeder geernteter Ähre. Ein Überleben des kommenden Winters war ohne eine erfolgreiche Ernte oftmals völlig unmöglich.

In der heutigen Zeit nehmen wir in den reichen Industriestaaten all die Lebensmittel für selbstverständlich gegeben hin. Leider vergessen wir zu schnell, was diese Erde und ihre Früchte für uns Menschen bedeuten. So ist auch die Tradition des Erntedankfestes ebenso wie das Binden der Erntekrone in vielen Regionen in Vergessenheit geraten.

Um die Tradition des Bindens der Krone nicht völlig zum Erliegen kommen zu lassen organisiert der Sächsische Landfrauenverband e.V. alljährlich die Ausstellung „Schönste Erntekrone und schönster Erntekranz Sachsens“.

Die Stadt Zwönitz

Zwönitz besitzt seit 1300 das Stadtrecht und hat im Jahr 2014 etwa 12000 Einwohner. Der Ort liegt  in einem romantischen an Tal, in dem auch der Zwönitzbach entspringt.

Der Geyerische Wald und die schönen Fachwerkhäuser verleihen Zwönitz die typische erzgebirgische Kulisse.

Chronik der bisherigen Sächsischen Landeserntedankfest

2013: Delitzsch (Landkreis Nordsachsen)
2012: Sebnitz (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)
2011: Wurzen (Landkreis Leipzig)
2010: Auerbach (Vogtlandkreis)
2009: Bischofswerda (Landkreis Bautzen)
2008: Oschatz (Landkreis Nordsachsen)
2007: Frankenberg (Landkreis Mittelsachsen)
2006: Königsbrück (Landkreis Bautzen)
2005: Bad Lausick (Landkreis Leipzig)
2004: Mildenau (Erzgebirgskreis)
2003: Großenhain (Landkreis Meißen)
2002: Delitzsch (Landkreis Nordsachsen)
2001: Crimmitschau (Landkreis Zwickau)
2000: Reichenbach (Landkreis Görlitz)
1999: Geithain (Landkreis Leipzig)
1998: Leisnig (Landkreis Mittelsachsen)

 

Bild: © zhangsan – Fotolia.com